09 Okt
2026
Vortrag Wirtschaftswissenschaftlicher Club
Handel als Machtfaktor
17:30
–
21:00
Mit Anmeldung
In einer vom Moderator Dr. Michael Take geleiteten Panel Diskussion diskutierten:
Bernd Lange (seit 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments; seit Juli 2014 Vorsitzender des Ausschusses für internationalen Handel). Er verwies auf jüngste Verhandlungserfolge der EU, z.B. mit China. Lange betonte die Notwendigkeit einer Gesamtstrategie, die auch langfristige Produktionsstrukturen in der EU sowie Arbeits- und Konsuminteressen zu beinhalten habe.
Prof Dr. Henning Klodt (Vorstand WWC, von 1980 bis 2017 in verschiedenen Leitungsfunktionen im Kiel Institut tätig, u.a. Leiter des Zentrums Wirtschaftspolitik). Klodt konstatierte eine Erosion der regelbasierten internationalen Handelsordnung, die sich, so seine eher pessimistische Einschätzung, zumindest auf mittlere Sicht fortsetzen werde.
Prof Dr. Stefan Kooths (Direktor, Forschungsgruppe Konjunktur und Wachstum, Kiel Institut). Er plädierte ganz entschieden für Offenheit im internationalen Handel und gegen auch nur partielle Abschottungen oder Blockbildungen im internationalen Kontext. Der USA und der EU gab er eine Mitschuld an den gegenwärtigen Handelsüberschüssen Chinas, weil paradoxerweise deren protektionistische Maßnahmen Chinas Exporterfolge insbesondere in die EU gefördert hätten.
Melanie Vogelbach, (Bereichsleiterin für Internationale Wirtschaftspolitik bei der DIHK). Sie gab der Hoffnung Ausdruck, dass die EU durch ihre Handelspolitik bei der schwierigen Lage für die deutschen Unternehmen im internationalen Handel Verbesserungen erreichen könne. Diese komplizierte Situation entstehe nicht nur durch teils absurd hohe Zölle, sondern auch durch sogenannte nicht tarifäre Handelshemmnisse, darunter auch ausufernde bürokratische Vorschriften.
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