Next-Geo Programm
Förderung der besten Nachwuchswissenschaftler Europas im Bereich Geoökonomie
Das Next-Geo-Programm, das nun bereits im zweiten Jahr läuft, ist ein pan-europäisches Forschungs- und Ausbildungsprogramm für Nachwuchswissenschaftler mit Schwerpunkt Geoökonomie. Unser Ziel ist es, die nächste Generation von Geoökonomen zu fördern.
Das Programm wird vom Kiel Institut in Zusammenarbeit mit CEPR, der Bocconi-Universität (IEP) und dem Oxford University Department of Economics koordiniert und von der Stiftung Mercator finanziert.
Jedes Jahr bringt Next-Geo eine Gruppe von etwa 10 Nachwuchswissenschaftlern zusammen, die auf dem Gebiet der Geoökonomie forschen. Wir laden fortgeschrittene Doktoranden und Postdoktoranden aus der Wirtschaftswissenschaft und verwandten quantitativen Fachgebieten in ganz Europa ein, sich zu bewerben.
Das Programm hat eine Laufzeit von einem Jahr und ist als ergänzendes Stipendienprogramm für Nachwuchswissenschaftler konzipiert. Es soll die Ausbildung und Betreuung an ihrer Heimatuniversität oder -institution ergänzen und sich dabei speziell auf die Geoökonomie konzentrieren. Wir bieten akademische Vorlesungen, Forschungstraining, Projektbetreuung, Schulungen zur Politikberatung sowie zahlreiche Networking-Möglichkeiten im Bereich der Geoökonomie. Darüber hinaus leisten wir konkrete Forschungsunterstützung, indem wir Zugang zu studentischen Forschungsassistenten sowie Mittel für den Kauf von Daten und/oder KI-Token bereitstellen.
Jetzt für 2027 bewerben
Research project: Ports of Power: The Effect of Chinese Port Acquisitions on the European Trade Network
Research project: Exchanging Goods with Rules in Trade Agreements
Research project: Gold Refining, Downstream Trade Shocks, and Conflict: Evidence from the DRC
Research project: Restricting Access to Technology: Evidence from Export Controls on AI Chips
Research project: Oil Shipping and Pirates
Research project: Industrial Capacity as a Military Deterrent
Research project: The Global Democratic Deficit: Institutional Asymmetries and the Provision of Global Public Goods
Research project: Mobility Frictions and the Geography of Innovation
Kohorte 2026
Ziel des Programms
Das erste Forschungs- und Ausbildungsprogramm im Bereich Geoökonomie
Das Zusammenspiel von Wirtschaft und Geopolitik gewinnt in einer sich rasch wandelnden Weltordnung zunehmend an Bedeutung. Die Nachfrage nach exzellenter Forschung und Fachkompetenz im Bereich der Geoökonomie ist groß. Dennoch gibt es bislang kaum systematische Ausbildungsangebote zu diesem Thema. Next-Geo will das ändern. Next-Geo ist das erste Forschungs- und Ausbildungsprogramm, das sich ausschließlich auf das wachsende Fachgebiet der Geoökonomie konzentriert. Unser Ziel ist es, Europas beste Doktoranden und Postdoktoranden in der Anfangsphase ihrer Karriere zu fördern, die sich mit Geoökonomie im weiteren Sinne beschäftigen. Die meisten Teilnehmer sollten aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften kommen, wir können jedoch auch Spitzenkandidaten aus eng verwandten quantitativen Fachgebieten einbeziehen. Zu den Forschungsthemen können unter anderem wirtschaftliche Sicherheit, Handelszwang und -fragmentierung, Industriepolitik, Gestaltung und Umgehung von Sanktionen, globale Finanzströme, Wirtschaftshilfe, Klima- und Energiewende sowie Verteidigungsökonomie gehören.
Vernetzung junger Geoökonomen in ganz Europa
Junge Forscher, die sich mit Geoökonomie beschäftigen, sind über ganz Europa verstreut und oft innerhalb ihrer Fachbereiche und akademischen Gemeinschaften isoliert. Nur wenige Universitäten verfügen über spezialisierte Professoren mit dem spezifischen Fachwissen, um Studierende bei geoökonomischen Themen optimal zu betreuen. Wir wollen diese Zersplitterung überwinden, indem wir ein starkes Netzwerk von Nachwuchsforschern im Bereich der Geoökonomie aufbauen und junge Ökonomen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, miteinander sowie mit führenden erfahrenen Wissenschaftlern über Institutionen und Länder hinweg vernetzen.
Was das Program bietet
Die Teilnehmer des Next-Geo-Programms werden Teil einer hochkarätigen, sorgfältig ausgewählten Gruppe im Bereich der Geoökonomie und erhalten eine fundierte Forschungsausbildung sowie Betreuung durch Forscher des Kieler Instituts sowie durch externe Senior Fellows, die zu den führenden internationalen Experten auf dem Gebiet der Geoökonomie zählen. Wir kombinieren Online- und Präsenzmodule und stellen Mittel zur Forschungsunterstützung (Zugang zu Forschungsdatenbanken, Datenkäufe und/oder KI-Abonnements) sowie für Reise- und Unterbringungskosten bereit.
Was das Programm bietet:
Lehrveranstaltungen an der Forschungsfront: Die Teilnehmer besuchen Vorlesungen und erhalten Schulungen an der Forschungsfront der Geoökonomie – von international renommierten externen Wissenschaftlern und von Forschern des Kieler Instituts, die Experten auf diesem Gebiet sind.
Feedback und Mentoring durch erfahrene Forschende – entwickeln Sie Ihre Forschungsprojekte weiter:
Die Teilnehmenden arbeiten an einem eigenen Forschungs- oder Politikberatungsprojekt und werden dabei von führenden erfahrenen Forschenden des jeweiligen Fachgebiets unterstützt und begleitet. Zu den externen Mentorinnen und Mentoren der Next-Geo-Fellows im Jahr 2026 zählten unter anderem Chenzi Xu (UC Berkeley), Adrien Matray (Atlanta Fed), Jaya Y. Wen (Harvard Business School), Mathieu Parenti (Paris School of Economics) und Isabelle Mejean (Sciences Po).
Teilnahme an der Oxford Summer School on Geoeconomics 2027
Das Next-Geo-Programm übernimmt die Teilnahme- und Reisekosten.
Forschungsunterstützung (RA access) für Ihr Projekt:
Next-Geo-Teilnehmer mit vielversprechenden Forschungsprojekten können Unterstützung aus einem Pool von vier Next-Geo-studentischen wissenschaftlichen Hilfskräften erhalten. Diese wissenschaftlichen Hilfskräfte werden ausdrücklich am Kieler Institut eingestellt, um Next-Geo-Nachwuchswissenschaftler bei ihren Projekten zu unterstützen, sei es vor Ort (im Berliner Büro) und/oder aus der Ferne.
Datenzugang und KI-Abonnements für Ihr Projekt:
Vielversprechende Forschungsprojekte der Teilnehmer können zudem Fördermittel für den Erwerb projektbezogener Daten und/oder Abonnements für innovative LLMs, z. B. Claude oder OpenAI, erhalten.
Großzügige Reisekostenzuschüsse:
Reise- und Unterbringungskosten für Präsenzmodule werden vom Programm übernommen (die Teilnahme vor Ort wird erwartet).
Tauchen Sie ein in das Kiel Institut:
Die Teilnehmer lernen das Kiel Institut kennen, eine der weltweit führenden Einrichtungen zu diesem Thema. Zu unseren Aktivitäten und Initiativen gehören die jährliche Kiel-CEPR-Konferenz zur Geoökonomie, die LSE-Kiel-CEPR-Konferenz zur Verteidigungsökonomie, das vom Kiel Institut geleitete CEPR Research Policy Network (RPN) zu Geoökonomie und Sicherheit, der „Ukraine Support Tracker“ sowie ein neues Kieler Forschungszentrum für Geoökonomie.
Konkrete Ergebnisse:
Am Ende des Programms sollten die Teilnehmer ein hochwertiges Forschungs- oder Politikprojekt im Bereich der Geoökonomie abgeschlossen haben. Die besten Projekte werden möglicherweise vom Kiel Institut oder vom CEPR als Arbeitspapiere oder Policy Briefs veröffentlicht und auf Konferenzen und Workshops vorgestellt. Die Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung.
Austausch mit politischen Entscheidungsträgern, Think Tanks und Praktikern im Rahmen von Veranstaltungen und Workshops am Kiel-CEPR-Forschungszentrum in Berlin und bei Partnerinstitutionen.
Wer sollte sich bewerben?
Fortgeschrittene Doktorandinnen, Doktoranden und frühe Postdoktorandinnen und Postdoktoranden im Bereich Volkswirtschaftslehre aus/in Europa:
- herausragender Lebenslauf und entsprechende Leistungsnachweise
- Hintergrund in VWL, in Ausnahmefällen auch in eng verwandten quantitativen Forschungsbereichen
- Tätigkeit im Bereich der geoökonomischen Forschung
- Immatrikulation oder Anstellung an einer europäischen Universität oder Forschungseinrichtung als Doktorandin / Doktorand oder frühe Postdoktorandin / früher Postdoktorand (bei Programmstart max. 2,5 Jahre nach der Promotion). In ausgewählten Fällen können auch europäische Staatsangehörige an ausländischen Einrichtungen förderfähig sein.
- Ausgezeichnete Englischkenntnisse
Das Programm ist ein ergänzendes Qualifikationsangebot für Promovierende und Postdocs an europäischen Einrichtungen. Es umfasst keinen Arbeitsvertrag, kein Stipendium, keine Lebenshaltungszuschüsse und keinen formalen Abschluss. Gefördert werden ausschließlich Reise- und Unterkunftskosten für Präsenzmodule sowie Forschungsunterstützung. Die Teilnehmenden bleiben vollständig an ihrer Heimuniversität bzw. -institution eingeschrieben oder angestellt und erwerben keinerlei Anspruch auf eine Beschäftigung oder Einschreibung am Kiel Institut.
Wir begrüßen insbesondere Bewerbungen von Forscherinnen. Alle Nationalitäten sind teilnahmeberechtigt, sofern sie in Europa beschäftigt oder eingeschrieben sind.
So bewerben Sie sich
Bewerbungen sollten Folgendes enthalten:
- Lebenslauf
- Anschreiben
- 1-seitige Skizze des Forschungsprojekts
- Schreibprobe, z. B. akademisches Paper aus dem dritten Studienjahr, Jobmarket-Paper
- Namen von zwei potenziellen Referenzpersonen (Angabe der Kontaktdaten im CV ist ausreichend)
Erfolgreiche Bewerberinnen und Bewerber müssen einen Nachweis über ihre Immatrikulation oder Beschäftigung sowie, falls sie beschäftigt sind, eine schriftliche Genehmigung ihres Arbeitgebers zur Teilnahme am Programm vorlegen.
Förderer