Internationale Ökonomie und Geoökonomie
Die Forschungsgruppe „Internationale Ökonomie und Geoökonomie“ untersucht, wie Kriege und geopolitische Bedrohungen die Weltwirtschaft und die internationalen Finanzmärkte prägen. In einer Zeit erneuter Großmachtrivalität, Aufrüstung und offener Konflikte ist geopolitisches Risiko zu einem zentralen Bestimmungsfaktor für Produktion, Preise, Handel und Vermögenswerte geworden.
Ein Großteil der Arbeit der Gruppe konzentriert sich auf die Ökonomie von Krieg und Konflikt. Auf Grundlage langfristiger historischer Daten quantifizieren wir die Kosten von Kriegen für die Länder, in denen gekämpft wird, und untersuchen, wie sich diese Kosten über Grenzen hinweg ausbreiten. Anhand von Finanzmarktdaten analysieren wir, wie Aktien, Staatsanleihen und Kapitalströme auf Invasionen, militärische Drohungen und Eskalation reagieren und was Vermögenspreise über Konflikterwartungen verraten.
Typische Forschungsfragen aus der Gruppe umfassen: Wer trägt die Kosten von Kriegen, und wer profitiert von ihnen? Wie werden Konfliktrisiken national und international bepreist? In welchem Zusammenhang stehen wirtschaftliche und finanzielle Stärke mit militärischen Ergebnissen?