Regierungsführung und nichtdemokratische Regime
Die Forschungsgruppe untersucht die Folgen schlechter Regierungsführung, insbesondere in nichtdemokratischen Regimen. Sie arbeitet zu drei Schwerpunkten: Information, Konflikt und geschlechtsspezifische wirtschaftliche Folgen. Alle drei werfen ein Licht darauf, wie solche Regime ihre Macht sichern und wie ihr Handeln über die Landesgrenzen hinauswirkt.
Im ersten Schwerpunkt untersuchen wir, wie Regime Informationen kontrollieren und manipulieren. Im Inland geschieht das durch Wahlfälschung, Repression und Internetzensur, im Ausland durch Desinformation. Im zweiten Schwerpunkt betrachten wir Konflikte als gesellschaftliche und wirtschaftliche Kraft. Konflikte verändern das Vertrauen und das prosoziale Verhalten der Bevölkerung. Zugleich lenken sie Ressourcen innerhalb eines Landes um, etwa durch Anwerbeprämien für Soldaten. Im dritten Schwerpunkt untersuchen wir, wie politische Reformen und wirtschaftliche Schocks Frauen und Männer unterschiedlich treffen. Die Unterschiede zeigen sich bei der Mobilität, beim Zugang zum Arbeitsmarkt und bei der Verhandlungsmacht im Haushalt.
Die Forschungsgruppe arbeitet empirisch. Sie kombiniert Umfrageexperimente, Geo- und Verwaltungsdaten sowie groß angelegte Textanalysen. Zu den untersuchten Ländern gehören Äthiopien, Kenia, Republik Moldau, Russland und die Ukraine.