Konjunkturbericht
Weltwirtschaft im Herbst 2026: KI-Boom trägt die Konjunktur
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Trotz höherer Energiepreise und gestiegener geopolitischer Risiken hat sich die weltwirtschaftliche Expansion im Frühjahr 2026 nur leicht abgeschwächt. Starke Produktionseinbußen blieben auf die Länder am Persischen Golf beschränkt; andernorts erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt zumeist weiter deutlich. In den Sommermonaten dürfte die Weltwirtschaft bereits wieder an Schwung gewonnen haben. Positive Impulse kommen nach wie vor vom Boom der KI-Technologie, der Handel und Investitionen anregt und insbesondere die Konjunktur im asiatischen Raum treibt. Ein Ende des Konflikts am Golf ist derzeit nicht abzusehen, und die Ölpreise sind zuletzt wieder gestiegen. An den Finanzmärkten wird zwar offenbar weiterhin damit gerechnet, dass Produktion und Transport von Öl und Gas in der Golfregion sich in absehbarer Zeit wieder normalisieren können. Die Risiken sind aber erheblich, und die Terminpreise für Rohöl sinken nur langsam, je weiter das Datum der Lieferung in der Zukunft liegt. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Prognose für den Anstieg der Weltproduktion – gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten – für dieses Jahr von 2,9 Prozent auf 3,0 Prozent erhöht. Für das kommende Jahr rechnen wir unverändert mit einem Anstieg um 3,2 Prozent, eine Rate, die wir auch für 2028 erwarten. Die Inflation wird bei der angenommenen Energiepreisentwicklung nur langsam nachlassen. Neben dem Risiko eines erneuten deutlichen Ölpreisanstiegs im Falle einer langanhaltenden Sperrung der Straße von Hormus bereitet auch der spürbare Anstieg der langfristigen Zinsen Sorge, der insbesondere die öffentlichen Finanzen belastet und auch die Finanzierung von privaten Investitionen erschwert.