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Kiel Institut in den Medien

Wenn Duisburg Berlin schlägt – Der unterschätzte Faktor beim Immobilien-Investment

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Mit Wohnungen ließ sich 30 Jahre lang viel Geld verdienen. Welche Städte haben profitiert?

 

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt gilt vielen Anlegern als solide, aber unspektakulär - ein Markt, den man zu verstehen glaubt, weil man in ihm lebt. Tatsächlich ist er erheblich komplexer, als er auf den ersten Blick erscheint. Anders als bei Aktien oder Anleihen ist das Immobilieninvestment immer an einen konkreten Ort gebunden. Die meisten Investoren halten daher hochkonzentrierte Portfolios, die von wenigen lokalen Märkten abhängen.

 

Eine aktuelle Portfolioanalyse des German Real Estate Index (GREIX), die vom Kiel

Institut für Weltwirtschaft veröffentlicht wird, nimmt sich dieses Aspekts an. Die Frage: Hat es sich historisch gelohnt, Wohnimmobilieninvestitionen über deutsche Städte zu streuen - und zwar nicht nur im Vergleich zu einer einzelnen Stadt, sondern auch im Vergleich zu einer plausiblen Marktbenchmark? (...)

 

Die Antwort fällt eindeutig aus: Wer sein Kapital zwischen 1995 und 2025 klug über mehrere Städte und Regionen gestreut hat, konnte bei vergleichbarem Risiko einen um gut 27 Prozentpunkte höheren Endwert erzielen als mit einem marktgewichteten Portfolio, das Städte nach ihrem jeweiligen Anteil am Transaktionsvolumen gewichtet. (...)

 

"Räumliche Diversifikation lohnt sich - aber nicht als starres Rezept", so das Fazit von GREIX-Projektleiter Jonas Zdrzalek. "Die optimalen Portfoliokombinationen verschieben sich mit der jeweiligen Marktphase, und wer das außer Acht lässt, riskiert, vergangene Gewinnerstädte in die Zukunft fortzuschreiben."

 

Langfristig zahle es sich aus, sowohl die räumliche Streuung als auch die Sensitivität für das aktuelle Marktumfeld zu berücksichtigen. Am Ende bräuchten Investoren beides für den optimalen Anlageerfolg.

Kiel Institut Expertinnen und Experten

  • Dr. Jonas Zdrzalek
    Kiel Institute Researcher

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