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US-Präsident Donald Trump werde die Staatsausgaben der USA weiter ausweiten, sagt Ökonom Rolf Langhammer im Interview. Das könnte auch Auswirkungen auf Deutschland haben. (...)
Langhammer führt die wachsenden Schulden der USA auf ausgeweitete Staatsausgaben und Steuervergünstigungen zurück. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben sei dadurch größer geworden, so Langhammer. Der Staat gebe derzeit rund sechs Prozent mehr Geld aus, als er einnimmt. Ein gewaltiges Defizit, sagt Langhammer. (...)
Laut Langhammer wird erwartet, dass die Schuldenquote der USA in fünf Jahren bei 140 Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegen wird. Er erklärt jedoch: "Das sind sicherlich gewaltige Zahlen, aber die USA waren in der Vergangenheit immer ein solventer Schuldner." Besorgniserregend sei aber, dass keine Beschränkung der Staatsausgaben oder eine Steigerung der Staatseinnahmen in Sicht sei. Dennoch: "Die Sorgen sind zwar größer geworden, aber ein Bankrott steht nicht bevor." (...)
Deutschland habe traditionell einen Leistungsbilanzüberschuss und leihe den USA als großer Gläubiger Geld, das hier nicht investiert werde. Die Renditen der ausgeliehenen Ersparnisse hingen dann stark davon ab, wie gut sich die US-Wirtschaft entwickelt. In der Vergangenheit habe dieses System gut funktioniert, doch: "Die große Konsummaschine der USA, das war ein Wachstumsmotor der Weltwirtschaft, aber das geht jetzt zu Ende." Die deutsche Regierung müsse sich also langfristig überlegen, ob eigene Gelder besser hier im Lande investiert werden sollten, so der Ökonom.