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Wirtschaftspolitischer Beitrag

Große Summen, offene Fragen: Der deutsche Verteidigungshaushalt 2027

Kiel Policy Brief, 216

Autoren

  • Binder
  • J.
  • Döring
  • A.

Erscheinungsdatum

JEL Classification

H56 H57 H61 O38

Schlagworte

Verteidigungshaushalt

Militärische Beschaffung

Forschung und Entwicklung

Deutschland

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Fiskalpolitik & Haushalt

• Die deutschen Verteidigungsausgaben haben sich zwischen 2022 und 2027 mehr als verdoppelt und erreichen mit rund 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ein sehr hohes, historisch jedoch keineswegs beispielloses Niveau. Dieser Aufwuchs kann sowohl für die Sicherheit als auch für die Wirtschaft wichtige Impulse setzen.

• Im Haushaltsentwurf 2027 verschiebt sich das Gewicht innerhalb der Verteidigungsausgaben deutlich zugunsten der militärischen Beschaffung, deren Anteil an den Gesamtausgaben auf über 40 Prozent (2027) steigt.

• Unter den größten Beschaffungstiteln (rund 50 Mrd. Euro, etwa 83 Prozent des gesamten Beschaffungsvolumens) dominieren weiterhin etablierte Waffensysteme, Munition und Feldzeugmaterial; neue Technologien wie Drohnen, unbemannte oder autonome Systeme spielen eine untergeordnete Rolle. Bei strategischen Fähigkeiten wie der Satellitenkommunikation setzt Deutschland eher auf nationale statt europäisch gebündelte Lösungen.

• Forschung und Entwicklung sind zentral sowohl für militärische Fähigkeiten als auch für wirtschaftliches Wachstum, verharren im Haushaltsentwurf 2027 aber auf niedrigem Niveau: Ihr Anteil an den Verteidigungsausgaben liegt trotz nominal steigender Summen unverändert bei 3 bis 4 Prozent.

Kiel Institut Expertinnen und Experten

  • Johannes Binder
    Kiel Institute Researcher

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