Wirtschaftspolitischer Beitrag
(H)ausquartiert: Regionale Unterschiede beim Zugang zu Wohneigentum
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Schlagworte
Immobilienmarkt
Deutschland
Chancengleichheit
Wirtschaftspolitik in Deutschland
Der Zugang zu Wohneigentum ist in Deutschland regional sehr ungleich verteilt. Wir zeigen für alle Kreise, wie viele Jahre Haushalte im Zeitraum 2015 bis 2024 sparen mussten, um das für den Erwerb erforderliche Eigenkapital aufzubringen, und unterscheiden dabei zwischen dem gesamten Eigenkapitalbedarf und den Erwerbsnebenkosten. Die Ergebnisse zeigen, dass hohe Sparhürden vor allem in teuren Wachstumsregionen auftreten und damit zunächst ein Preisphänomen sind. Zugleich weist die Sparzeit für Erwerbsnebenkosten ein eigenes regionales Muster auf, das nicht allein durch Immobilienpreise erklärbar ist, sondern auch mit den zwischen den Bundesländern unterschiedlichen Grunderwerbsteuersätzen zusammenhängt. Damit wird sichtbar, dass regionale Zugangshürden zum Wohneigentum nicht nur marktgetrieben sind, sondern zum Teil auch von politisch gesetzten Erwerbsnebenkosten geprägt werden.