Wirtschaftspolitischer Beitrag
Europe Steps Up: Ukraine Support After Four Years of War
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Ukraine
Krieg
Geoökonomie
Europa
Russland
USA
Fiskalpolitik & Haushalt
· Diese Kurzanalyse liefert einen Überblick zur Ukraine-Hilfe nach vier Jahren Krieg. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass Europa das Einfrieren der US-Hilfen fast ausgeglichen hat.
· Die US-Unterstützung brach 2025 um 99 Prozent ein. Gleichzeitig erhöhte Europa seine Hilfszuweisungen deutlich, um 59 Prozent bei finanzieller und humanitärer Hilfe und um 67 Prozent bei militärischer Unterstützung. Das Gesamtvolumen der Hilfe blieb 2025 damit nahe am Niveau der Vorjahre.
· Die finanzielle und humanitäre Hilfe aus Europa wird inzwischen überwiegend über EU-Institutionen geleistet. 90 Prozent der Finanzhilfe für die Ukraine kamen 2025 über EU-Kredite und Zuschüsse. Die militärische Hilfe ist dagegen immer stärker konzentriert. Nord- und Westeuropa trugen etwa 95 Prozent bei, insbesondere aus Skandinavien, Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Die Zuweisungen aus Süd- und Osteuropa sanken weiter.
· Zur Kompensation der US-Waffenhilfe startete die NATO die PURL-Initiative, über die 2025 US-Waffen im Wert von 3,7 Mrd. Euro für die Ukraine gekauft wurden, z.B. HIMARS- und Patriot-Systeme. Zugleich gewann die Beschaffung der Geberländer über die ukrainische Verteidigungsindustrie an Bedeutung. Der Anteil wuchs bis Ende 2025 auf 22 Prozent.