Next-Geo Programm
Junior-Forschungsausbildung in Geoökonomie
Das Next-Geo-Programm ist ein neues, paneuropäisches Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk zum Thema Geoökonomie für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler. Unser Ziel ist es, die nächste Generation von Geoökonominnen und Geoökonomen zu fördern.
Das Programm wird vom Kiel Institut in Zusammenarbeit mit dem CEPR, der Bocconi-Universität (IEP) und dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Oxford koordiniert und von der Stiftung Mercator finanziert.
Jedes Jahr bringt Next-Geo eine Gruppe von etwa 10 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern zusammen, die sich mit Geoökonomie befassen. Wir laden fortgeschrittene Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften und verwandten quantitativen Fachgebieten aus ganz Europa ein, sich zu bewerben.
Das Programm hat eine Laufzeit von einem Jahr und ist als zusätzliches Stipendienprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern konzipiert. Das Programm soll die Ausbildung und Betreuung an ihrer Heimatuniversität oder -institution ergänzen und sich speziell auf Geoökonomie konzentrieren. Wir bieten akademische Vorlesungen, Forschungstraining, Projektbetreuung, Schulungen zur Politikberatung und viele Networking-Möglichkeiten im Bereich Geoökonomie.
Fast lane zu
Zweck des Programms
Das erste Forschungs- und Ausbildungsprogramm im Bereich Geoökonomie
Das Zusammenspiel von Wirtschaft und Geopolitik gewinnt in einer sich rasch wandelnden Weltordnung zunehmend an Bedeutung. Die Nachfrage nach exzellenter Forschung und Fachkompetenz im Bereich Geoökonomie ist hoch. Allerdings gibt es noch immer kaum systematische Ausbildungsangebote zu diesem Thema. Next-Geo möchte dies ändern.
Next-Geo ist das erste Forschungs- und Ausbildungsprogramm, das sich ausschließlich auf das wachsende Gebiet der Geoökonomie konzentriert. Wir unterstützen exzellente Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden aus der Wirtschaftswissenschaft und eng verwandten quantitativen Fachbereichen beim Aufbau von Fachwissen, um die Grenzen der geoökonomischen Forschung zu erweitern.
Zu den Forschungsthemen gehören unter anderem wirtschaftliche Sicherheit, Handelskonflikte und Fragmentierung, Industriepolitik, Sanktionsgestaltung und -umgehung, globale Finanzströme, Wirtschaftshilfe, Klima- und Energiewende sowie Verteidigungsökonomie.
Vernetzung junger Geoökonominnen und Geoökonomen in ganz Europa
Junge Forscherinnen und Forscher, die sich mit Geoökonomie befassen, sind über ganz Europa verstreut und oft innerhalb ihrer Fachbereiche und akademischen Gemeinschaften isoliert. Nur wenige Universitäten verfügen über spezialisierte Professuren mit dem spezifischen Fachwissen, um Studierende zu geoökonomischen Themen optimal zu betreuen. Wir wollen diese Fragmentierung überwinden, indem wir ein starkes Netzwerk von Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern im Bereich Geoökonomie aufbauen und junge Ökonominnen und Ökonomen, die sich mit diesem Thema befassen, miteinander und mit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Institutionen und Länder vernetzen.
Was wir anbieten
Die Teilnehmenden von Next-Geo werden Teil einer hochkompetitiven, sorgfältig ausgewählten Gruppe im Bereich Geoökonomie und erhalten eine strenge Forschungsausbildung und Betreuung durch Forschende des Kiel Instituts sowie durch Senior Fellows, die führende internationale Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Geoökonomie sind. Wir kombinieren Online- und Präsenzmodule und übernehmen die Kosten für Reise und Unterkunft.
Was das Programm bietet:
- Ein einzigartiges Netzwerk von Geoökonomie-Forschenden: Werden Sie Teil einer erstklassigen Gruppe und eines Netzwerks im Bereich Geoökonomie.
- Akademische Exzellenz und Ausbildung an der Forschungsfront: Ein zentrales Ziel des Programms ist die Unterstützung von Spitzenforschung auf diesem Gebiet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen Vorlesungen und erhalten eine Ausbildung an der Forschungsfront der Geoökonomie – von international renommierten externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie von Forschenden des Kiel Instituts, die Expertinnen und Experten auf diesem Gebiet sind.
- Verbessern Sie Ihre Forschung und erhalten Sie Feedback: Die Teilnehmenden arbeiten an ihrem eigenen Forschungs- oder Politikprojekt – unterstützt durch fachkundige Mentorinnen und Mentoren.
- Datenzugang und Forschungsunterstützung: Besonders vielversprechende Forschungsprojekte der Teilnehmenden können Unterstützung durch Forschungsassistenzen oder Fördermittel für den Kauf von Datenzugängen erhalten.
- Tauchen Sie ein in das Kiel Institut, eine führende Quelle für geoökonomische Forschung, Politikberatung und Analyse in Wissenschaft, Politik und Medien. Mit der Kiel Geoeconomics Initiative, der internationalen Flaggschiff-Konferenz Kiel-CEPR Conference on Geoeconomics, dem vom Kiel Institut geleiteten CEPR Research Policy Network (RPN) on Geoeconomics, dem Ukraine Support Tracker und einem neuen Forschungszentrum für Geoökonomie, das in Kürze eröffnet wird, gehört das Kiel Institut zu den weltweit führenden Institutionen auf diesem Gebiet.
- Großzügige finanzielle Unterstützung: Die Reise- und Unterbringungskosten für Präsenzmodule werden vom Programm übernommen (die Teilnahme vor Ort wird erwartet).
- Konkrete Ergebnisse: Am Ende des Programms sollten die Teilnehmenden ein hochwertiges Forschungs- oder Politikprojekt im Bereich der Geoökonomie abgeschlossen haben. Die besten Projekte können als Arbeitspapiere oder Policy Briefs vom Kiel Institut oder CEPR veröffentlicht und auf Konferenzen und Workshops vorgestellt werden. Die Teilnehmenden erhalten eine Teilnahmebescheinigung.
- Austausch mit politischen Entscheidungsträgern, Think Tanks und Praktikern im Rahmen von Veranstaltungen und Workshops im Kiel-CEPR Research Hub in Berlin und bei Partnerinstitutionen.
Das Programm wird vom Kiel Institut in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen wie dem CEPR, dem Institute for European Policymaking @ Bocconi University und dem Oxford University Department of Economics durchgeführt und von der Stiftung Mercator finanziert.
Programmstruktur
Next-Geo ist ein einjähriges Zusatzstipendienprogramm, das die Teilnehmenden gemeinsam als Kohorte absolvieren. Es kombiniert Online- und Präsenzmodule, die über das akademische Jahr verteilt sind, beginnend mit einem Online-Auftakt im Winter, gefolgt von Workshops, z. B. in Kiel, Berlin oder Mailand, und endet mit der Kiel-CEPR-Konferenz zur Geoökonomie im Herbst. Im Rahmen des Programmzyklus entwickeln die Teilnehmenden allein oder in Zusammenarbeit mit ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen und den erfahrenen Forscherinnen und Forschern ein Forschungs- oder Politikprojekt. Das Programm beginnt im Winter mit der Vorstellung der Projektideen der Teilnehmenden, gefolgt von Vorträgen und Workshops, und endet im Herbst mit der Kiel-CEPR-Konferenz zur Geoökonomie, auf der ausgewählte Projekte vorgestellt werden.
Zeitplan
1. Winter – Online-Auftakt
Die Teilnehmenden treffen sich virtuell, um ihre Forschungs- oder Politikprojektideen vorzustellen und erhalten eine Einführungsvorlesung zu den Grundlagen der Geoökonomie.
Diese Phase legt den Grundstein für gemeinsames Lernen und Projektentwicklung.
2. Frühjahr – Vorlesung & Forschungstraining (Kiel)
Ein mehrtägiges Präsenzmodul mit
- fortgeschrittenen akademischen Vorlesungen von führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern,
- Training zur Erstellung hochwertiger, politikrelevanter Forschungsarbeiten und
- strukturierten Feedback-Sitzungen zum Projektfortschritt jedes Teilnehmenden.
Diese Phase vertieft das akademische Fachwissen und hilft bei der Verfeinerung des Forschungsdesigns und der Methodik.
3. Sommer – Politik- und Forschungsworkshop (Berlin und/oder ein anderer Ort in Europa)
Ein mehrtägiger praxisorientierter Workshop, der sich auf die Verbindung von Forschung und Politik konzentriert. Zu den Aktivitäten gehören
- Sitzungen zum Verfassen von Policy Briefs, zur politischen Kommunikation, zur Stakeholder-Kartierung und zum Fundraising
- Austausch mit politischen Entscheidungsträgern, Think Tanks und Praktikern
- Präsentation laufender Forschungsprojekte in Seminarform
Die Teilnehmenden erwerben wichtige Fähigkeiten für ein effektives politisches Engagement und Öffentlichkeitsarbeit.
4. Herbst – Öffentlichkeitsarbeit und Networking auf der Geoeconomics Conference (Berlin)
Das Programm endet mit der renommierten Kiel-CEPR Conference on Geoeconomics, wo die Teilnehmenden
- an der führenden akademischen Konferenz in diesem Bereich teilnehmen,
- ihre Forschungsprojekte möglicherweise einem internationalen Fachpublikum vorstellen,
- mit ihren Kollegen um die beste Forschungsarbeit oder den besten Policy Brief konkurrieren und
- sich mit Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern vernetzen können.
Wer sollte sich bewerben?
Fortgeschrittene Doktorandinnen, Doktoranden und frühe Postdoktorandinnen und Postdoktoranden der Wirtschaftswissenschaften aus/in Europa:
- hervorragender Lebenslauf und nachweisbare Erfolge
- in den Wirtschaftswissenschaften, in Ausnahmefällen auch in eng verwandten quantitativen Forschungsbereichen
- Tätigkeit im Bereich der geoökonomischen Forschung
- Immatrikulation oder Anstellung an einer europäischen Universität oder Forschungseinrichtung als Doktorand oder früher Postdoktorand (Programmstart bis zu 2,5 Jahre nach der Promotion). In ausgewählten Fällen können auch europäische Staatsangehörige an ausländischen Einrichtungen förderfähig sein.
- Ausgezeichnete Englischkenntnisse
Das Programm ist ein Zusatzprogramm für diejenigen, die ihren Doktor oder Postdoc an einer europäischen Einrichtung absolvieren. Als solches bietet es keinen Arbeitsvertrag, kein Stipendium, keine Lebenshaltungskostenpauschale und keinen formalen Abschluss. Wir finanzieren nur die Reise- und Unterkunftskosten für Vor-Ort-Module sowie die Forschungsunterstützung. Die Teilnehmenden bleiben vollständig an ihrer Heimatinstitution eingeschrieben oder beschäftigt und haben keinen Anspruch auf eine Anstellung oder Einschreibung am Kiel Institut.
Wir begrüßen insbesondere Bewerbungen von Forscherinnen. Alle Nationalitäten sind teilnahmeberechtigt, sofern sie in Europa beschäftigt oder eingeschrieben sind.
So bewerben Sie sich
Bewerbungen, die bis zum 21. Dezember 2025 eingereicht werden, werden garantiert vollständig geprüft und sollten Folgendes enthalten:
- Lebenslauf
- Anschreiben
- 1-seitige Skizze des Forschungsprojekts
- Schreibprobe, z. B. Arbeit aus dem dritten Studienjahr, Jobmarket-Arbeit
- Namen von zwei potenziellen Referenzpersonen (die Kontaktdaten in Ihrem Lebenslauf reichen aus)
Erfolgreiche Bewerberinnen und Bewerber müssen einen Nachweis über ihre Immatrikulation oder Beschäftigung sowie, falls sie beschäftigt sind, eine schriftliche Genehmigung ihres Arbeitgebers zur Teilnahme am Programm vorlegen.
Wir streben an, die Auswahl der Kohorte 2026 bis Ende Januar abzuschließen.