Carola Braun ist neue Vorständin am Kiel Institut
Der Stiftungsrat des Kiel Instituts für Weltwirtschaft hat Dr. Carola Braun zum 1. September 2026 zur Administrativen Geschäftsführenden Direktorin bestellt. In dieser Funktion wird sie gemeinsam mit dem Präsidenten, Prof. Dr. Moritz Schularick, künftig die weitere Entwicklung des Instituts gestalten. Ihr Start am Kiel Institut fällt in eine Phase, in der wichtige Weichen für die kommenden Jahre gestellt werden.
© Kiel Institut / M.Stefan
„Mit Carola Braun gewinnt das Kiel Institut eine herausragende Wissenschaftsmanagerin mit großer Führungserfahrung und einem hervorragenden Gespür für die Anforderungen moderner Forschungseinrichtungen“, sagt der Vorsitzende des Stiftungsrates, Staatssekretär Guido Wendt. „Sie ist mit ihrer fachlichen Expertise und ausgeprägten Teamfähigkeit eine ausgezeichnete Besetzung für das Institut. Ich bin davon überzeugt, dass sie wichtige Impulse für die weitere Entwicklung und Bedeutung des Kiel Instituts setzen wird.“
Braun bringt langjährige Erfahrung aus leitenden Positionen im Wissenschaftsmanagement mit. Zuletzt war sie Geschäftsführerin des Reinhard Selten Instituts an den Universitäten Bonn und Köln. Dort wirkte sie federführend an der erfolgreichen Verlängerung des einzigen volkswirtschaftlichen Exzellenzclusters Deutschlands mit.
Für Braun ist die neue Aufgabe zugleich eine Rückkehr nach Kiel: Sie studierte Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und arbeitete während ihrer Promotion am Kiel Institut für Weltwirtschaft. Weitere Stationen ihrer beruflichen Laufbahn führten sie unter anderem an die renommierte University of St Andrews in Schottland.
„Carola Braun verbindet modernes Wissenschaftsmanagement mit einem tiefen Verständnis der deutschen und internationalen Forschungslandschaft“, sagt Präsident Moritz Schularick. „Sie bringt die Erfahrung, Energie und Gestaltungskraft mit, die wir für die nächste Entwicklungsphase des Kiel Instituts brauchen. Ich freue mich außerordentlich auf die Zusammenarbeit.“
Diese Erfahrung trifft auf eine Phase großer Dynamik am Kiel Institut. Mit seinem Berliner Büro hat das Institut seine Präsenz im politischen Raum deutlich ausgebaut. Mit dem neuen Forschungszentrum für Geoökonomie (ab 2027) und der Defence Economics Initiative stärkt es zugleich seine Forschung zu zentralen wirtschafts- und sicherheitspolitischen Fragen. Durch gemeinsame Berufungen mit mehreren Universitäten deutschlandweit, hat sich die Zahl der Professorinnen und Professoren am Kiel Institut in den vergangenen drei Jahren nahezu verdoppelt.
„Ich freue mich sehr, nach Kiel zurückzukehren. Das Kiel Institut hat unter Moritz Schularick einen beeindruckenden Entwicklungsschub genommen. Nun gilt es, die organisatorischen Voraussetzungen für die nächste Entwicklungsphase des Instituts zu schaffen“, sagt Braun.
Dabei setzt sie insbesondere auf moderne und leistungsfähige Strukturen. „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern rasant, wie wir forschen, zusammenarbeiten und Wissen organisieren. Diese Chancen müssen wir nutzen. Mein Ziel ist eine Organisation, die schnelle Entscheidungen ermöglicht, Freiräume schafft und exzellente Forschung bestmöglich unterstützt.“
Entscheidend ist für Braun dabei das enge Zusammenspiel von Wissenschaft und Administration: „Wir müssen Forschung und Management konsequent zusammendenken. Wenn beide Seiten gemeinsam gestalten, können wir schneller handeln, neue Ideen besser umsetzen und das Potenzial des Instituts voll entfalten.“
Über das Kiel Institut für Weltwirtschaft
Das Kiel Institut für Weltwirtschaft ist das führende Forschungsinstitut für internationale Wirtschaftsfragen in Deutschland und zählt zu den angesehensten Einrichtungen in Europa und weltweit. Es verbindet Spitzenforschung auf dem Niveau führender Universitäten mit sichtbarem und nachhaltigem Einfluss auf die internationale Wirtschaftspolitik. Das 1914 gegründete Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und wird grundfinanziert durch den Bund und das Land Schleswig-Holstein. Das Kiel Institut hat Standorte in Kiel und Berlin.