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Kiel Institut in den Medien

„Studenten bleiben im derzeitigen System Bittsteller“

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Ökonom Stefan Kooths fordert, dass Studierende die Kosten für die Hochschule selbst tragen sollen. Das steckt hinter seinem Vorschlag.

 

WW: Herr Kooths, Sie fordern die Einführung von Studiengebühren. Warum?

 

SK: Bei der derzeitigen Steuerfinanzierung der Hochschulen beteiligen sich Studenten nach ihrem Abschluss allenfalls indirekt über die Steuer an den Kosten für ihr Studium. Zu dem Zeitpunkt sind sie aber keine Studenten mehr. So entsteht eine völlige Entkopplung zwischen dem, was man im Laufe seines Lebens an den Staat leistet, und dem, was man für das Geld in der Studienzeit erwarten kann. Studenten bleiben im derzeitigen System Bittsteller. Mein Vorschlag macht sie zu souveränen Kunden der Hochschulen. (...) Ganz generell erlaubt mehr Nutzerfinanzierung zugleich ein Abschmelzen der Staatsquote und damit des Steuerkeils, was Arbeit insgesamt lohnender macht und gesamtwirtschaftlich positiv wirkt.

 

WW: Viele Hochschulen beklagen sich darüber, dass sie bereits unterfinanziert sind. Wie könnte man sich absichern, sodass sich die finanzielle Lage der Hochschulen nicht verschlechtert?

 

SK: Richtig, im jetzigen System sind sie unterfinanziert. Und zwar, weil sie politisch zu wenig Gewicht auf die Waage bringen. Und das wird künftig noch enger werden, weil steigende Pensionslasten von den Bildungshaushalten zu stemmen sind. (...) Richtig, im jetzigen System sind sie unterfinanziert. Und zwar, weil sie politisch zu wenig Gewicht auf die Waage bringen. Und das wird künftig noch enger werden, weil steigende Pensionslasten von den Bildungshaushalten zu stemmen sind. (...)

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  • Prof. Dr. Stefan Kooths
    Forschungsdirektor

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