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Regierung muss Rüstungsindustrie zum Jobbooster machen und sich aus US-Abhängigkeit lösen
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Geoökonomie
Krieg
Industriepolitik
In der Ukraine wird weiter erbittert gekämpft. Donald Trump entführt Maduro aus Venezuela und droht Grönland. Und Berlin hat keinen Plan, sich aus der Abhängigkeit von den USA zu befreien und die Rüstungsindustrie zum Konjunkturbooster zu machen. ... Denn die aktuellen Planungen im Verteidigungsministerium liefen immer noch darauf hinaus, „dass wir bessere Vasallen werden“. ...
Schularick bekräftigte seinen Ruf nach einem „Rüstungskoordinator, der die Steuerung übernimmt“. Das Verteidigungsministerium sei dafür nicht der richtige Ort. Dort säßen Soldaten, keine Ökonomen und Wirtschaftsmanager. Im Wirtschaftsministerium habe man die Lage zwar verstanden. „Aber die Steuerung müsste meines Erachtens aus dem Kanzleramt kommen“, so der Ökonom. ...
Entscheidend ist für Schularick, die industriellen Kapazitäten zu schaffen, um in einem Konflikt zu bestehen. ... Beispielhaft nannte der IfW-Präsident „Kapazitäten, um 1000 Luftabwehrraketen pro Jahr, eine Million Drohnen und fünf Millionen Schuss Munition produzieren zu können“. Die Kapazitäten solle der Staat ausschreiben und um eine Garantie ergänzen, einen Teil der Produktion abzunehmen. „Der Rest wird vorgehalten, um abzuschrecken und im Ernstfall bereit zu sein.“