Wirtschaftspolitischer Beitrag
Mutual Interest Development Cooperation: Entwicklungszusammenarbeit am beiderseitigen Interesse ausrichten
Erscheinungsdatum
Schlagworte
Amerika
Afrika
Geoökonomie
Politische Ökonomie
Asien
Europa
Klima
Nachhaltige Entwicklung
Migration
Internationaler Handel
Internationale Finanzen
Gesundheit
Globalisierung
Schwellen-& Entwicklungsländer
Entwicklungszusammenarbeit hat an Glaubwürdigkeit und politischer Unterstützung verloren. Trotz hoher Ausgaben haben nur wenige Länder selbsttragendes Wachstum erreicht, und große Teile der Öffentlichkeit in Geberländern nimmt EZ als Wohltätigkeit mit geringen Erträgen wahr. Statt auf Altruismus und Konditionalität zu setzen, braucht es in Zeiten geopolitischer Fragmentierung, fiskalischer Zwänge und globaler Schocks eine neue Herangehensweise, die die Anreize für Geber- und Partnerländern zusammenbringt. Mutual Interest Development Cooperation (MIDC) bietet ein solches Modell: Die Wahl zwischen unterschiedlich tiefen Partnerschaftsarten, die auf Reziprozität, Reformsignalen und vorhersehbarer Finanzierung beruhen. Indem sichtbare, gegenseitige Vorteile für Partner- und Geberland sichergestellt werden, wird EZ transformativ für reformorientierte Staaten und gewinnt zugleich politische Legitimität in Geberländern. MIDC baut auf bewährten Initiativen auf und verbindet diese mit einem starken Fokus auf das beiderseitige Interesse von Geber- und Partnerländern.