Kiel Institut in den Medien
"Deutschland muss anderen Ländern unter die Arme greifen"
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Deutschland
Der Exportweltmeister sollte großes Interesse daran haben, dass viele Länder gut durch die Krisekommen, gibt der Ökonom Gabriel Felbermayr zu bedenken
€uro: Herr Felbermayr, in den letzten Wochen mussten die Menschen fast weltweit zu Hause bleiben, Geschäfte wurden geschlossen, die Weltwirtschaft hat eine Vollbremsung hingelegt. Gab es in den vergangenen 100 Jahren eine vergleichbare Krise?
Gabriel Felbermayr: Nein, noch nie. Die Welt war aber auch noch nie so vernetzt wie heute, weshalb alles synchroner abläuft. Für Deutschland als Exportweltmeister ist dieser synchrone Absturz ein Problem.
Wie stark wird die deutsche Wirtschaft Ihrer Prognose nach schrumpfen? Der Einbruch in diesem Jahr wird sich in einer Spanne von 4,2 bis neun Prozent bewegen. Allerdings ist die Situation in den USA heute viel schlimmer, als wir dach (...)