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24.03.2026

News

Spitzenposition: Kiel Institut überzeugt in Leibniz-Evaluierung

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft bestätigt in seiner Evaluierung die Spitzenstellung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft. Der Bericht hebt hervor, dass sich wissenschaftliche Exzellenz und wirtschaftspolitische Wirkung „perfekt ergänzen“. Gelobt wird auch die konsequente strategische Ausrichtung des Instituts, das national und international als „zentrale Anlaufstelle für globale ökonomische Fragestellungen“ etabliert ist.

Der Bericht dokumentiert, dass die Forschung des Kiel Instituts regelmäßig zu exzellenten Ergebnissen führt und in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht wird. Gleichzeitig entfalten viele Arbeiten eine erhebliche Wirkung über die Wissenschaft hinaus: Sie finden breite mediale Resonanz und prägen wirtschaftspolitische Debatten auf nationaler und internationaler Ebene. Besonders gewürdigt wird zudem die Beteiligung an der Gemeinschaftsdiagnose als zentraler Beitrag zur wirtschaftspolitischen Beratung in Deutschland.

„Die äußerst positive Evaluierung durch die Leibniz-Gemeinschaft bestätigt unseren Anspruch, wissenschaftliche Exzellenz mit konkreter politischer Wirkung zu verbinden“, sagt Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts. „Dass unsere Forschung sowohl in der Wissenschaft als auch in der Politik und Öffentlichkeit so stark wahrgenommen wird, ist ein großer Erfolg für das gesamte Team.“

Auch die inhaltliche Weiterentwicklung des Instituts wird ausdrücklich positiv bewertet. Klassische Kernthemen wie internationale Finanzmärkte und Handel werden erfolgreich durch innovative Forschungsfelder ergänzt, darunter Geoökonomie, Verteidigungsökonomie und die Ökonomie des Klimawandels. Diese Kombination stärkt die internationale Sichtbarkeit und Relevanz des Kiel Instituts nachhaltig.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Beurteilung liegt auf dem Ausbau der Forschungsinfrastruktur. Mit dem „beeindruckenden Data Hub“ stellt das Institut hochwertige, regelmäßig aktualisierte Datensätze bereit, die international genutzt werden und einen wichtigen Beitrag zur Transparenz und Reproduzierbarkeit wissenschaftlicher Forschung leisten.

Strukturell bescheinigt der Senat dem Institut eine überzeugende Weiterentwicklung. Die Organisation in fünf Forschungszentren – von denen zwei als „exzellent“ und drei als „sehr gut bis exzellent“ bewertet werden – schafft klare thematische Schwerpunkte und fördert zugleich interdisziplinäre Zusammenarbeit. Ergänzt wird diese Struktur durch strategische Initiativen zu zentralen globalen Themen wie Afrika, China, Globalisierung und Geoökonomie.

„Unsere strukturellen Reformen greifen, und wir haben ein leistungsfähiges, international wettbewerbsfähiges Forschungsumfeld geschaffen – das zeigen die sehr guten Bewertungen unserer Forschungszentren“, so Moritz Schularick.

Weiterhin im Bericht besonders erwähnt sind die Einrichtung des Büros in Berlin, wodurch das Institut seine Präsenz im politischen Raum gestärkt und den direkten und regelmäßigen Austausch mit Entscheidungsträgerinnen und -trägern weiter intensiviert hat. Und die Einwerbung von Drittmitteln, bei der das Kiel Institut deutliche Fortschritte erzielen konnte: Der Anteil am Gesamtbudget liegt inzwischen bei rund 35 Prozent, insbesondere durch eine starke Ausweitung der EU-Förderung.

Positiv hervorgehoben wird zudem die Modernisierung der Governance-Strukturen, insbesondere das neue Personalmodell mit gemeinsamen Berufungen an Universitäten und dem international ausgerichteten ASP-Promotionsprogramm. Das Kiel Institut bietet laut Bericht außerdem sehr gute Arbeitsbedingungen für das nichtwissenschaftliche Personal und verfüge somit über gut ausgebildete und hoch motivierte unterstützende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Die Ergebnisse der Evaluierung bestätigen uns in unserem Kurs“, betont Schularick. „Seit unserer Begutachtung im Herbst 2025 haben wir bereits wichtige weitere Schritte gemacht: Ein sechstes Forschungszentrum Geoökonomie wurde bewilligt, wir haben eine Defence Economics Initiative gestartet und die erste Kohorte unseres neuen Hirschman-Postdoc-Programms wird im Herbst 2026 beginnen.“

Das Kiel Institut für Weltwirtschaft ist das führende Forschungsinstitut für internationale Wirtschaftsfragen in Deutschland und zählt zu den angesehensten Einrichtungen in Europa und weltweit. Es verbindet Spitzenforschung auf dem Niveau führender Universitäten mit sichtbarem und nachhaltigem Einfluss auf die internationale Wirtschaftspolitik. Das 1914 gegründete Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und wird grundfinanziert durch den Bund und das Land Schleswig-Holstein. Das Kiel Institut hat Standorte in Kiel und Berlin.

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