Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

17.10.2024

News

Bernhard-Harms-Preis des IfW Kiel an Ökonomin Hélène Rey verliehen

Die Ökonomin Hélène Rey ist heute mit dem Bernhard-Harms-Preis des Kiel Instituts für Weltwirtschaft ausgezeichnet worden. Die Verleihung erfolgte im Rahmen der Kiel-CEPR Conference on Geoeconomics in Berlin. Rey gehört zu den weltweit einflussreichsten Wissenschaftlerinnen im Bereich der internationalen Makroökonomie und Finanzwissenschaft. Der mit 10.000 Euro dotierte Bernhard-Harms-Preis, eine der renommiertesten Auszeichnungen Europas im Bereich der internationalen Wirtschaft, wird seit 1964 vom Kiel Institut für Weltwirtschaft verliehen.

Hélène Rey ist Lord Bagri Professor of Economics an der London Business School. Ihr besonderes Augenmerk liegt dabei auf finanzieller Stabilität, internationalen Kapitalströmen, Wechselkursen und dem internationalen Währungssystem. Zu ihren bedeutendsten akademischen Leistungen zählt der Nachweis eines „globalen Finanzzyklus“. Rey hat gezeigt, dass nationale Geldpolitiken oft durch globale Finanzbedingungen eingeschränkt werden, selbst in Ländern mit flexiblen Wechselkursen. Diese Erkenntnis hat weitreichende Implikationen für sowohl die ökonomische Theorie als auch die praktische Politikgestaltung.

„Es ist eine große Ehre, den Bernhard-Harms-Preis zu erhalten, vor allem in einer Zeit, in der die Weltwirtschaft vor tiefgreifenden Herausforderungen steht. In einer zunehmend vernetzten und unsicheren geopolitischen Lage ist fundierte Wirtschaftsforschung wichtiger denn je, um nachhaltige politische Entscheidungen zu treffen und zu bewerten“, so Preisträgerin Hélène Rey in Berlin.

„Hélène Rey ist eine international herausragende Wissenschaftlerin, die durch ihre bahnbrechenden Forschungen die Perspektiven der internationalen Makroökonomie erweitert hat. Mit außergewöhnlichem Talent, ausgeprägter wissenschaftlicher Neugier und großer Hartnäckigkeit ist es ihr nicht nur gelungen, vermeintliche Gewissheiten der internationalen Makroökonomie infrage zu stellen, sondern auch zu einem besseren Verständnis des globalen Finanzsystems beizutragen“, sagte Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, zur Preisverleihung.

Für Medien: Hier können Sie das Foto von Hélène Rey herunterladen.


Der Bernhard-Harms-Preis

Das Kiel Institut für Weltwirtschaft vergibt den Bernhard-Harms-Preis seit 1964 an herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der internationalen Ökonomie und für besondere Verdienste um die Förderung weltwirtschaftlicher Beziehungen. In diesem Jahr fand die Preisverleihung erneut in Berlin statt, am 17. Oktober 2024 im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der 3. Kiel-CEPR Conference on Geoeconomics. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und nach Bernhard Harms benannt, der das Institut 1914 gegründet hat.

Die jüngsten Preisträgerinnen und Preisträger des Bernhard-Harms-Preises sind Gita Gopinath (2023), Lord Nicholas Stern (2021), Carmen Reinhart (2018), Marc Melitz (2016) und Abhijit Banerjee (2014).  

Mehr Informationen über Hélène Rey und den Bernhard-Harms-Preis finden Sie auf unserer Webseite.

Fachlicher Kontakt

Medienkontakt

Oops, an error occurred! Request: 7dd3285062d8d Event: a86c059eb45f4cf9991e8c985a76d16a

Mehr Medieninformationen

  • Statement

    20.02.2026

    Oberster US-Gerichtshof: Teil der Zölle fällt – Unsicherheit kehrt zurück (engl.)

    Julian Hinz, head of the Trade Policy Research Group at the Kiel Institute for the World Economy, comments on the Supreme Court of the United States…

  • News

    13.02.2026

    So viel Geld wie nie für Verteidigung – jetzt zählt smarte Beschaffung

    Europa steht vor einer beispiellosen Phase steigender Ausgaben für Sicherheit und Verteidigung. Die NATO-Staaten wollen ihre Verteidigungsbudgets bis…

  • News

    11.02.2026

    Two soldiers in camouflage uniform standing during a break under the rain near the tracks of an armoured tank, only the trousers and the boots are visible

    Ukraine-Unterstützung nach vier Jahren Krieg: Europa ersetzt die US Hilfen

    Obwohl die USA ihre Unterstützung eingestellt haben, blieb das Gesamtvolumen der für die Ukraine zugewiesenen Hilfen im Jahr 2025 relativ stabil.…