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Konjunkturbericht

Deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2026: Energiepreisschub nagt an mühsamer Erholung

Kieler Konjunkturberichte, Nr. 132 (2025 | Q1)

Autoren

  • Boysen-Hogrefe
  • J.
  • Groll
  • D.
  • Hoffmann
  • T.
  • Jannsen
  • N.
  • Kooths
  • S.
  • Krohn
  • J.
  • Reents
  • J.
  • Schröder
  • C.

Erscheinungsdatum

Schlagworte

Konjunkturprognose / Konjunkturdiagnose

Bruttoinlandsprodukt (BIP) / Wirtschaftsleistung

Verbraucherpreise / Inflation

Arbeitsmarkt

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Die deutsche Wirtschaft bekommt zögerlich wieder Boden unter die Füße. Impulse werden vor allem von der expansiven Finanzpolitik ausgehen. Eine breit angelegte, kräftige Erholung ist aber noch außer Reichweite, da die strukturellen Probleme, die sich in dem deutlichen Verlust der Wettbewerbsfähigkeit manifestieren, weiter bremsen. So gibt es bislang kaum Anzeichen dafür, dass die Unternehmen beabsichtigen, ihre Investitionen und Beschäftigung spürbar auszu-weiten. Neuer Gegenwind droht durch den militä-rischen Konflikt im Iran, der die Rohstoffpreise spürbar hat steigen lassen. Für diese Prognose ist unterstellt, dass die Rohstoffpreisanstiege – entsprechend den Markterwartungen seit Beginn des Konflikts – nur für wenige Monate deutlich erhöht bleiben. In diesem Szenario ist für das laufende Jahr ein Kaufkraftentzug in Höhe von 0,6 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts verbunden, der die wirtschaftliche Aktivität spürbar dämpft, aber nicht einbrechen lässt. Vor diesem Hintergrund dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr mit 0,8 Prozent etwas langsamer zulegen als in unserer Winterprognose erwartet (1,0 Prozent). Für das Jahr 2027 rechnen wir mit einem Anstieg von 1,4 Prozent (Winter: 1,3 Prozent). Die Inflation wird in diesem Jahr mit 2,5 Prozent durch die höheren Energiepreise deutlich stärker steigen als im Winter erwartet (1,8 Prozent). Für das kommen-de Jahr gehen wir unverändert von einer Inflationsrate von 2,1 Prozent aus. Die deutschen Exporteure dürften ihre Geschäfte wieder moderat ausweiten, aber weiter Weltmarktanteile verlieren. Die Investitionstätigkeit wird vor allem durch die zusätzlichen öffentlichen Ausgaben steigen, während die privaten Investitionen schwach bleiben. Die Beschäftigung wird verzögert auf die wirtschaftliche Expansion reagieren und voraussichtlich erst in der zweiten Hälfte dieses Jahres wieder zunehmen. Das Budgetdefizit dürfte ausgehend von 2,7 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 auf 4,2 Prozent im Jahr 2027 steigen.

Kiel Institut Expertinnen und Experten

  • Johanna Krohn
    Kiel Institute Researcher
  • Christian Schröder
    Kiel Institute Researcher
  • Prof. Dr. Jens Boysen-Hogrefe
    Kiel Institute Researcher
  • Dr. Dominik Groll
    Kiel Institute Researcher
  • Timo Hoffmann
    Kiel Institute Researcher
  • Dr. Nils Jannsen
    Kiel Institute Researcher
  • Prof. Dr. Stefan Kooths
    Forschungsdirektor
  • Jan Reents
    Kiel Institute Researcher

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